Workshop mit Aretha Schwarzbach-Apithy

Wie der Workshop zustande kam.
Die Gruppe klar,Text! hat sich im letzten Jahr zusammengefunden, um eine Lesung mit anschließendem Hip-Hop-Konzert zu veranstalten. Unser Ansatz war von Anfang an, Künstler*innen auf die Bühne zu holen, die sich als FLTI*Q (Frauen/Lesben/Trans*/Inter*/Queer) positionieren. Für die Veranstaltung hatten wir dazu FaulenzA, Lena Stöhrfaktor und Presslufthannah eingeladen, die in ihren Texten auch ihre unterschiedliche Perspektiven (z.B. als Trans*person) thematisieren. Im Anschluss an die Veranstaltung gab es jedoch Kritik, dass es sich um weiße Künstler*innen gehandelt hatte, die Hip Hop performen. In unserer Gruppe wollten wir diese Kritik, die sich auf die kulturelle Aneignung von Hip Hop bezog, ernst nehmen und haben im Anschluss reflektiert, warum – auch unabhängig vom Genre der Musik – Bühnen, auch in der linken Szene, überwiegend von weißen Künstler*innen bespielt werden und welche Konsequenzen wir für uns daraus ziehen können.
Wir finden es notwendig, dass feministische Themen mehr Raum in der linken kulturellen Szene bekommen und wollen auch weiterhin als Veranstaltungskollektiv zusammenarbeiten. Die Kritik die wir für die erste Veranstaltung bekommen haben, wollen wir konstruktiv nutzen und Rassismus, sowie weitere Diskriminierungsformen zukünftig bei unseren Planungen mitbedenken.

Inhalt des Workshops
Der Workshop mit Aretha Schwarzbach-Apithy soll Impulse geben, wie ein sensibler und bewusster Umgang mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen möglich ist. So einen Umgang wünschen wir uns nicht nur als Veranstaltende sondern auch als Teilnehmende von Veranstaltungen oder öffentliche Diskussionen, die wir kritisieren.
Es wird dazu zunächst einen theoretischen Input zu den Themen „Critical Whiteness“ und „kulturelle Aneignung“ geben. Danach wollen wir zusammen erarbeiten, wie wir Räume gestalten können, die offen und einladend für Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven sind. Dabei geht es auch darum die eigenen Perspektiven und Privilegien kritisch zu betrachten.
Wir laden dazu Menschen ein, die in und um Hannover Veranstaltungen planen und Räume bespielen oder auch interessierte Personen, die sich in diesem Tagesworkshop selbstkritisch mit Rassismus und Kultureller Aneignung auseinandersetzen möchten.

Über Aretha Schwarzbach-Apithy
Aretha Schwarzbach-Apithy ist gelernte Erzieherin und Mediatorin, hat Gender Studies und Erziehungswissenschaften studiert und promoviert aktuell zu „Weiss.sein als Norm in Erziehungswissenschaften“. Als Referentin und Trainerin sind ihre Schwerpunkte ua. Erziehung zu Weiss.sein (Weiße Erziehung), (Ent-)Kolonisierung, (Ent-)Diskriminierung, Kritischer Feminismus.

Aretha Schwarzbach-Apithy ist leidenschaftliche Mutter und Homeschoolvertreterin.

Zeitrahmen
Das Programm des Workshops ist wie folgt, die Pausen können sich aber auch nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden richten:

9:30 Uhr Ankunft mit Kaffee und Tee
10:00 – 13.15 Workshop (mit 1 kleinen Pause dazwischen)
13.15 – 14.00 Mittagessen
14.00 – 18.00 Workshop (mit 2 kleinen Pausen dazwischen)
nach 18:00 Uhr Ausklang in der Kneipe

Anmeldung
Wir bitten um Pünktlichkeit, sowie um eine verbindliche Anmeldung, da unsere Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist und wir vielen Menschen aus verschiedenen Kontexten/Gruppen/Organisation ermöglichen möchten, daran teilzunehmen. Bitte schreibt in eurer Anmeldung ein paar Sätze dazu weshalb ihr an dem Workshop teilnehmen möchtet und gerne auch, welche Themen euch besonders wichtig sind, damit wir darauf eingehen können.

 

WANN?

23. September 2017
von 9:30 - 18 Uhr

WO?

Stadtteilleben
Fröbelstr. 5
Hannover

Anmeldung

Wenn du als Teil einer Gruppe/ Organisation an dem Workshop teilnehmen möchtest, gib das bitte an.
Bitte schreib ein paar Sätze dazu, weshalb du an dem Workshop teilnehmen möchtest.
Es wird ein Mittagessen geben und kleine Snacks (alles vegan). Bitte gib an, falls du da Unverträglichkeiten/ Allergien hast, damit wir darauf Rücksicht nehmen können.